Bürgermeisterkandidat Wohnrade – keine Empfehlung!

Im Zuge des laufenden Wahlgeschehens zur Findung eines neuen Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen haben mein bislang und wohl auch weiterhin sehr geschätzter Mitbewerber Herr Brandt,

  • der in seiner ruhigen Art im wesentlichen seine bestehende Tätigkeit als Amtsleiter der Bau- und Ordnungsverwaltung innerhalb der städtischen Verwaltung beschreibt,
  • dieses mit internem Wissen um laufende Amtsvorgänge, bestehende Mittelzuweisungen und dergleichen unterlegt, und
  • wenig zu der ganz anderen Bedeutung der organschaftlichen Stellung des Bürgermeisters sagt,
  • und vor allem zu dem wichtigen Thema, wie er den losgelösten Eigenbetrieb HVB wieder in die Vorgaben der Gemeindeordnung zurück holen will, sich gar nicht äußert

und der weitere Kandidat Herr Wohnrade,

  • der ebenso Teil der bestehenden Verwaltungsstruktur ist und
  • über seinem aus unser aller Wahrnehmungsmöglichkeit abgespalteten internen Wissen mit Projektvorstellungen auftrumpft,
  • die er aus dem ggfls. nur anderen Sessel von seiner Meinung getragen weiter verfolgen will (das gilt für beide verwaltungsinternen Bewerber – es käme kein neues Wissen hinzu)
  • — es sei denn, die Stadtvertretung würde ihm abweichende Vorgaben machen, was ja schon jetzt lange nicht mehr der Fall ist… —

sich mit zahlreichen eigenen Projekten in die Öffentlichkeit gestellt.

Im Vordergrund stehen bei beiden Vorhaben, die von der Stadtvertretung „diskutiert“ und über entsprechende Beschlüsse auf den Weg gebracht wurden. [Bürgermeisterkandidat, ehemaliger Bürgervorsteher und Stadtverordneter Herr Georg Rehse im Vorfeld der Bürgermeisterwahlen 2016: „Das meiste ist sowieso schon vorher besprochen!“]

Es ist nicht Aufgabe eines Bürgermeisters, sich solche Projekte zu eigen zu machen…  …und im Zuge des laufenden Wahlgeschehens –durchaus auch gegenüber dem zuweilen in solchen Einordnungen unsicheren Wähler irreführend– damit zu werben!

Der Bürgermeister ist dann gefragt und hat mit Hilfe der hauptamtlichen Verwaltung und weiteren übergeordneten Stellen Lösungen vorzubereiten, wenn drängende Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge erkannt werden, die jedoch einer Wahrnehmung und Entscheidungsfindung der ehrenamtlich tätigen Stadtverordneten schwer zugänglich sind. Oder für die bereits über Jahre und Jahrzehnte keine nachhaltige Lösung gefunden wurde. Das zeigt exemplarisch das brisante Thema „Maßnahmen zur Sicherung der Küste und der Strände“.

[Dazu kommt an dieser Stelle auch noch von meiner Seite ‘was. Abwarten…]

Ohne Frage ist im vorstehenden Blickwinkel das Thema Küstenschutz und damit untrennbar verbunden ein qualitativ hochwertiger, touristisch nutzbarer Strand von besonderer Bedeutung.
Warum?

Weil die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Heiligenhafen ausgereizt sind, und im Zuge der ab dem Jahr 2020 nun zu entwickelnden „konsolidierten Gesamtbilanz“ das wahre Ausmaß der Gesamtverschuldung der Kommune voraussichtlich zu Jahresbeginn 2022 erst sichtbar wird. Wenn die Teilbilanzen der mehreren der Stadt Heiligenhafen zuzuordnenden Nebengesellschaften dann mit ausgewiesen werden, zeigt sich das wahre Ausmaß der finanziellen Belastungen und verbleibenden Möglichkeiten.
Es heißt, derzeit besitzt die Stadt Heiligenhafen selbst nur noch zwei Grundstücke selbst! Alle anderen Vermögenswerte dieses grundbuchlich geführten Anlagevermögens befinden sich in der Hand der HVB, die für einen normalen Bürger aus der Außensicht eine verschlossene schwarze Kiste ist. Eine black box.

Um finanzielle Spielräume für alle anderen, wünschenswerten Projekte zu gewinnen ist es also von grundsätzlicher Wichtigkeit, die beständige Mittelvernichtung durch Sandaufspülungen (die zuletzt nicht einmal eine einzige, wettermäßig ereignislose Saison 2019 durchgestanden haben) und nicht verstandene, allein im Hoffen auf „positive Effekte“ angeschobene Maßnahmen an den Stränden Heiligenhafens zu beenden.

Dieser Mittelabfluß ist ein strukturelles Defizit. Ein Kernproblem. Da müssen wir heran!
Das sehe ich als (eine) zentrale Aufgabe des Bürgermeisters: im Dialog mit der Stadtvertretung bessere, nachhaltige Wege zu finden und zu gehen.

Irgendwo muss man anfangen. Immer wieder.

Die Themen

  • Stadtentwicklung / Stadtplanung / Quartiersentwicklung
  • Städtebauförderung
  • ÖPNV, Netzanbindung
  • KiTa
  • Schulentwicklung, Inklusion
  • Infrastruktur – auch digitale Infrastruktur (!)
  • Innenstadtbelebung
  • Baumbestand / Flora und Fauna / „grüne Lunge“ / ökologischer Ausgleich / Öko-Punkte, und Ersatzpflanzungen für verlorenes Grün im Raum Schönwalde…  …was haben wir hier vor Ort davon?
  • qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze auch in neuen Berufsfeldern
  • offener Zugang durch Ausschreibung zu den vielen Arbeitsplätzen bei städtischen Einrichtungen und Eigenbetrieben
  • Gewerbeansiedlung und Stützung der vorhandenen Wirtschaft — auch durch zentrale Einbindung/Verlinkung aller online tätigen Gewerbetreibenden über die Webseite der Stadt Heiligenhafen
  • Wohnungsverfügbarkeit, konkrete Maßnahmen zur Hilfe bedrängter Mieter im Bestand der großen „Heuschrecken“
  • demographischer Wandel
  • Umsetzung von Pflichtaufgaben der Verwaltung
    • besonders beispielsweise auch im Rahmen des Landesfeuerwehrgesetzes [auch: Hyperlink]
    • Unterbringung von Menschen, die in unserem Land um politisches Asyl nachsuchen,
    • Bürgerbüro/Servicebüro (Passwesen, Meldewesen, …)
  • Bewahren der USP‘s / der Alleinstellungsmerkmale Heiligenhafens und der letzten Spuren einer „heimeligen“ Vergangenheit, die ohnehin vom Druck der Veränderung der modernen, alles in Geld bewertenden Zeit hinfortgespült wird und gerade den Älteren das Gefühl von Heimat und Vertrautheit nimmt
  • Vorbereitung auf Herausforderungen der nahen und weiteren Zukunft
  • „kommunale Daseinsvorsorge“
    • Ärzteversorgung, Anbindung an Krankenhäuser, Geburtenstationen etc.
    • Zugang zum Gewerbehafen für jeden, der darauf angewiesen ist (E-LKW‘s ?)
  • Anreiseverkehre und ruhender Verkehr bedingt durch den Tourismus
  • Folgekostenproblematik diverser Bauprojekte der jüngeren Zeit
  • Auslegung der Gemeindeordnung / der Kommunalverfassung
  • Einbindung und wirksame Kontrolle eigenwirtschaftlicher Betätigung der Gemeinde
  • Information / Einbindung und Beteiligung betroffener Mitbürger*innen
  • Bevorratung von Grundstücken und Wahrung der besonderen „Schätze“ des kommunalen Vermögens
  • kein „Ausverkauf“ städtischer Assets zum Vorteil nur begrenzter Kreise

sind eine lange Liste, die nicht der Gestaltung allein des Bürgermeisters unterstehen. Da haben alle Organe zusammen beizutragen, und vor allem in Unterordnung unter die Weisungen aus dem Hauptausschuss heraus auch der Aufsichtsrat der HVB, der alles andere als das Zentralorgan eines freien, unabhängigen Unternehmens ist. Selbst wenn die Rechtsform der privaten Wirtschaft entlehnt ist. Es ist schlichtweg vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, dass mit Hilfe einer Rechtsform der freien Wirtschaft die Prinzipien kommunaler Verwaltung und Eigenwirtschaft unterlaufen werden. [Auf ein Wort, Herr Gideon: „Sie liegen falsch in Ihrem Selbstverständnis als Aufsichtsratsvorsitzender der HVB, sie hätten ein Unternehmen zu führen. Auch Sie haben sich dem Rahmen der Gemeindeordnung unterzuordnen!“]

Nein, im Gegenteil: Das alles hat aus der Stadtvertretung heraus entwickelt und verantwortet zu werden. Da verlangt der Gesetzgeber –der Sie, wir alle gemeinsam immer auch sind– viel:

  • Demokratische Kompetenz,
  • vielfältiges Sich-Einbringen,
  • konstruktive Kritik,
  • politische Opposition,
  • aufgeklärtes Staatsbürgertum.

Der Gesetzgeber hat das Subsidiaritätsprinzip als Leitlinie verankert:
D.h., zuerst einmal haben die unteren Ebenen, also hier die Stadt Heiligenhafen, die Aufgaben der Eigenorganisation selbst zu leisten. Das bedeutet allerdings nicht, dass hier Beschlüsse getroffen werden können wie irgendwelche Mehrheiten sich das gerade so vorstellen. Nein, der Handlungsrahmen ist im Zweifel immer durch die übergeordnete Gesetzgebung beschrieben und vorgegeben.
[Beispiel: Stadtvertretung beschließt „Redeverbot“ – nicht von Recht und Gesetz gedeckt → >Hyperlink auf LN Berichterstattung< ]

Konkret und hier als erstes Beispiel für ein strukturelles Defizit das seit Jahrzehnten ungelöste Problem mit dem sich verlagernden und verlierenden Strand vor den Wardern:

Allein in einem Punkt hat der Buhnenberater der HVB, Herr Olaf Eggers, recht — wir können uns das immer wiederkehrende Aufspülen von „Dänemark-Sand“ einfach nicht mehr leisten! Was aber die bislang und seit zu langer Zeit schon getroffenen und propagierten Maßnahmen dazu angeht, liegt nicht nur er vollständig daneben. Es fehlt verbreitet schlichtweg die belastbare Kenntnis zu dieser hochkomplexen Materie. [Dazu finden Sie >Hyperlink (…kommt noch)< in einer Nebenseite mehr.]

Herr Eggers hat von den Vorgängen vor unserer Küste kein hinreichendes Gesamtverständnis, und dennoch schafft er es, über sein von maßlosem Sendungsbewußtsein getriebenes Bearbeiten so vieler Entscheidungsträger und mitgerissener Laien, den Eindruck von Kompetenz zu erwecken. Eine Kompetenz, die bei genauer Betrachtung einfach nicht gegeben ist, und die leider mit sehr teuren Kostenfolgen das gesamte Handeln der hier in Heiligenhafen maßgeblichen Gremien auf einen Irrweg gebracht und das politische Klima vergiftet hat.
Dem ist schwer beizukommen – da hilft nur sehr deutlicher “Klartext“. Und da die Sachverhalte nicht mit wenigen Sätzen und aus dem Zusammenhang gerissenen Bildern zu klären und zu erklären sind, bedarf es auch langer Texte. Und: Wer allein die Länge eines Textes kritisiert, sollte sich besser qualifiziert mit dem Inhalt auseinandersetzen oder aber schweigen.

Herr Eggers möge sich in der Absolutheit seiner oft eklatant falschen Darlegungen zurücknehmen, weil er damit andere, die auf seine Überzeugtheit hereinfallen, in Richtungen leitet, die den Weg zu nachhaltig tauglichen Lösungen erschweren oder gänzlich vereiteln. Bezeichnend: Herr Eggers wie auch die Stadtvertretung möchten keine weiteren Aufspülungen mehr, doch zugleich wird gerade von den „Buhnisten“ der in mehreren Aufspülungen und Rettungsbaggerungen angehäufte Sand, der jeweils noch nicht final abtransportiert ist sondern noch und auch in den Testbuhnenfeldern herumwabert, als „Beweis“ für die naiv erhoffte „positive Wirkung“ herangezogen.

Eggers: „Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ Dieses der Figur des Galileo Galilei zugeschriebene Zitat von Bertold Brecht hat der Buhnenberater der HVB Eggers in seinen Facebook-Seiten gegen mich zu stellen versucht, als ich im Herbst 2015 erste inhaltlich qualifizierte Kritik an dessen ach so tollen neuen Erkenntnissen äußerte. Noch Fragen?
Aktuell behauptet er dreist, ich würde ihn permanent einen Lügner nennen. Nein, das habe ich nie getan. Aber einem Dummkopf kommen wir da immer näher. Und doch setzt Herr Wohnrade unbeirrt auf den schlechten Rat seines Druckers…

Die von Ihnen, werte Mitbürgerinnen und Mitbürger, gewählten Stadtvertreter dagegen dürfen durchaus und völlig legitim „keine Ahnung haben“, solange sie in der Beschlussfassung keine verengten Vorgaben zu bautechnisch festgezurrten Details machen.

Das Niveau der bisherigen „Diskussion“:

  • „Ist der Sand eher rundkörnig, oder eckig?“
  • „Die Buhnen wirken – sie sind nur zu kurz!“

Alles Unfug.
Die „durchlässigen Holzpfahlbuhnen“ (man achte auf die konkrete Ausführungsart) kann man bis Fehmarn verlängern – es würde sich an der nur behaupteten Wirkung rein gar nichts ändern. Sie sind und bleiben wirkungslos, und schlimmer noch: Sie erhöhen innerhalb der Buhnenfelder die Strömung und zumindestens die erodierende Wirkung, wie man bei genauer Betrachtung unschwer erkennen kann: Blicken Sie einmal von der Mitte der großen Seebrücke aus nach Osten zum Testbuhnenfeld Ost: Genau dort, zwischen erster und letzter Pfahlreihe, liegt der Spülsaum beständig dichter an der durchbruchsgefährdeten Düne dort. Warum? Weil sich innerhalb der Buhnenfeldes die sediment-abtransportierende Strömung sogar noch vergrößert und so das Ablagern von Sand zuverlässig verhindert — im Vergleich zu den naturbelassenen Bereichen vor und hinter dem Buhnenfeld.

Unterstützung in der qualifizierten Entscheidungsfindung scheint die Stadtvertretung von Seiten der hauptamtlichen Verwaltung lange nicht bekommen zu haben. Vielleicht war diese auch nicht mehr gewollt, so zerrüttet wie das Verhältnis zwischen Stadtvertretung, Verwaltung(-sleitung) und der HVB sich darstellte. Nicht zu vergessen: Etliche Beschlüsse führten dazu, dass der Fachbereich IV –das sehr wohl kompetent besetzte Bauamt– komplett von der Stadtvertretung ausgehebelt wurde, und der letzte Amtsinhaber diesem Mißstand leider nicht hat abhelfen können.
Wenn aber in der Scheu vor der Verantwortung, die aus gut gemeinten jedoch nicht gut durchdachten Beschlüssen folgt, die Ausführung dann am Bauamt der städtischen Verwaltung vorbei an die HVB übertragen wird, deren Geschäftsführer klar ebenso frei von der nötigen wasserbaufachlichen Kompetenz sind, wird die Sache interessant:

  • Welche Experten werden gesucht, ausgewählt und einbezogen, und wer beurteilt deren Kompetenz?
  • Waren und sind die rein touristisch/verwaltungstechnisch geprägten Geschäftsführer der HVB in der Lage, die von extern eingeholte Expertise auf deren Vorhandensein zu prüfen?

Nein!

Was hätte also getan sein müssen?
Ein Öffnen der Diskussion zum qualifizierten Wissensaustausch! Transparenz und Erklärung von Maßnahmen und (vermuteten/erhofften) Wirkungsweisen war zu fordern, ist jedoch nicht erfolgt!
Das Problem ist so vielschichtig, dass selbst derjenige, der sich seit vielen Jahrzehnten schon mit den Wardern beschäftigt, trotzdem Vorgänge übersehen haben mag, die einem anderen, vielleicht zufällig vorbeikommendem Touristen, aufgefallen sind. Die Arroganz vorgeblich besseren „absoluten“ Wissens können wir uns nicht erlauben, denn bislang hat niemand ein schlüssiges Gesamtbild dazu je beschrieben, und ich bin damit leider auch noch nicht ganz fertig. Dieser jetzt laufende Wahlgang zur Wahl einen neuen Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen am 08. März 2020 kommt –leider und für alle unerwartet– diesbezüglich zu früh.

Seit mir Ende 2015 aus der öffentlich wahrnehmbaren Berichterstattung heraus sichtbar wurde was die HVB für ein dürftig fundamentiertes „Konzept“ verfolgen, habe ich inhaltliche Kritik geübt. Hier in diesen Seiten nachzulesen. Und ja, um in der Kritik von der als ignorant erlebten Meinungsführerschaft überhaupt wahrgenommen zu werden, habe ich den Ton sukzessive auch verschärft.
Ist das verwerflich? Ich denke nicht – es war schlicht notwendig, und fiel mir durchaus nicht leicht.

Mit dem Rückbau vorhandener, nicht gepflegter und über hydromechanische „Kipp-Punkte“ sich längst gegenteilig zur einstmals geplanten Funktion auswirkender Küstenbauwerke und dem Bau zweier „Testbuhnenfelder“ wurden nach vordergründiger Systematik aussehende Maßnahmen in die Wege geleitet: „Testbuhnenfelder“, die seitdem auf vielen Kanälen als erfolgreich dargestellt werden, obwohl das keineswegs der Fall ist.
“Das Monitoring zu den Testbuhnenfeldern zeigt deren positive Wirkung“, so die verbreitete Stimmungsmache. Das Monitoring sagt genau das aber nicht!

Lesen Sie dazu das Schreiben der verantwortlichen, planenden Ingenieure an das LKN, im Text in direkter Gegenüberstellung versehen mit meinen kritischen Anmerkungen. >Hyperlink auf Monitoring.pdf<

Im Kern bemängele ich: Es fehlt die Ausgabe der volumetrischen Berechnung der Sandmengen! [>Hyperlink „Rostaufnahme“<] Das wäre vor dem Hintergrund der erhobenen und vorhandenen Daten nur ein Knopfdruck in einem der einschlägigen Bauprogramme. Dann ließe sich sofort bilanzieren, was dort passiert. Die alleinige Betrachtung der Lage der Küstenlinie sagt nichts. Und insbesondere rein gar nichts über die Substanz des S(tr)and-Körpers, der allein einem belastenden Angriff bei einer Sturmflut „Masse“ entgegen zu setzen hätte. Hier schreibt sich das planende und sich selbst den „Erfolg“ zuschreibende Ing.-Bureau aus der Haftung. Und damit laufen hier alle los! An vorderster, verantwortlicher Stelle eben auch der weitere Bewerber Wohnrade als GF der HVB, der in seinen Webseiten schreibt: „Die beiden Testbuhnenfelder bringen erste Erfolge, …“ [Themen, dort letzter Punkt: „Küstenschutz“]
Daraus ein Zitat:

„Die beiden Testbuhnenfelder bringen erste Erfolge, nun muss mit Fachleuten und übergeordneten Behörden ein Konzept zum nachhaltigen Küstenschutz entwickelt und umgesetzt werden.“

Toll! Erste Erfolge! Gehen Sie dorthin, beobachten Sie „über eine längere Zeit“. Sehen Sie „Erfolge“?

Meine Kritik entspringt keineswegs persönlicher „Meinung“, sondern hat einen über Jahrzehnte geschärften Hintergrund aus der immer wiederkehrenden konkreten Beobachtung der Vorgänge an den Stränden. Gerade auch bei extremen Wetter- und vor allem Wasserstandsbelastungen und damit verbundenen, sehr unterschiedlichen Strömungmechanismen. Diese in ihrer unterschiedlichen Qualität wahrzunehmen und einzuordnen erfordert zudem wasserbauliche Erfahrung, umgesetzt in möglichst allgemeingültige Modelle wie sie im Fach „Hydromechanik“ als Teil eines Bauingenieurwesen-Studiums gelehrt werden. Dabei handelt es sich um in Formeln gekleidete Praxis und empirische Beobachtung, keineswegs um hochtrabende modelltheoretische Wissenschaft mit der Fähigkeit zu entgültiger finaler Wahrheit, wie uns alle Herr Olaf Eggers Glauben machen will. Die „Wellen“, Brandung, sind nur dem unkundigen Beobachter zugängliche, vordergründige Ereignisse. Wellen laufen allerdings entkoppelt von den darunter verborgen bleibenden Schichtströmungen eben auch in gebeugten und scheinbar widersprüchlichen Richtungen (solange es sich nicht um „schießende Strömungen“ handelt).
Und wann bricht eine Welle, tost sich aus, und verliert so ihre letztlich zerstörerische Kraft? Hat Herr Eggers das in seinen fürchterlichen Halb- und Unwahrheiten je beschrieben, die er so vehement in diversen Facebook-Foren verbreitet? Nein!

Eggers räsoniert: „Breiter Strand – Gefahr gebannt!“ Komisch, dann dürfte im Wattenmeer überhaupt keine Welle jemals mehr an die Ufer brechen. Doch die plakative Kürze eines solchen dummen Schnacks bleibt –leider– verbreitet hängen. Und damit laufen seine getreuen Buhnisten dann ‚los…

Kurzum: Ich erlebe stattdessen, wie in diversen Facebook-Gruppen einige Leute verächtlich auch über mich sprechen, wenn es um Inhalte geht, die offenkundig einem mit selbstherrlichen Machtansprüchen ausgestatteten Kandidaten Wohnrade um das Bürgermeisteramt nicht passen, und der dann „seine Leute“ vorschickt. Wie anlässlich der Kandidatenvorstellung im Kursaal am 19.02.2020 offenkundig wurde. Mich hatte das durchaus angefasst, dieser unverblümte Hass, der darunter sichtbar wurde…

Warum kommt denn nicht ein einziges Mal eine qualifizierte Kritik an meinem durchaus wissenschaftlich einzuordnenden Text „Durchlässige Holzpfahlbuhnen sind wirkungslos“? [>Hyperlink zum PDF download<]
Es wird kritisiert, das wäre ein zu langer Text. Ich stelle dagegen: „Der Text hat Substanz, Fachinhalt!“ Wer das nicht lesen und nach-denken will, sollte mit Verächtlichmachung besser vorsichtig sein.

Ich warte noch immer darauf, dass etwa Herr Eggers inhaltlich dazu Stellung nimmt: „Was, verehrter Herr Eggers, ist inhaltlich an diesem Text nicht richtig?“ Schreiben Sie dazu, ich werde das gern hier als fundierte Kritik zur weiteren Diskussion veröffentlichen.

Aber nein, sein Tummelplatz bleibt wohl allein Facebook, wo er diverse Brocken seiner übersteigerten Meinung zum Besten gibt, die tatsächlich viele hanebüchene Fehler enthält.

So werden wir das strukturelle Defizit der ständigen Schadensbeseitigung an unseren Stränden nie los. Und so gewinnen wir keine finanziellen Freiräume, um andere Projekte im Interesse der gesamten Einwohnerschaft leichter voran zu bringen.

Und damit beginnt eine lange Kette, wo Eines in das Nächste greift:
Ineffektiver Umgang mit Geldern schränkt letztlich alle kommunalpolitischen Handlungsräume ein.
Mancher Einwand wird lauten, dass im Etat zwischen Steuern, Gebühren, Abgaben und Zuwendungen etc. zu unterscheiden ist. Und dass Mittel nicht beliebig hin- und hergeschoben werden können. Dass etwa städtische Einnahmen aus der Niederschlagswasserabgabe nicht zweckentfremdet eingesetzt werden dürfen.

Richtig!

Und doch gibt es Verschiebungen, die sich erst in der oben angesprochenen konsolidierten Gesamtbilanz erweisen werden. Zukünftig.

So entstanden zurückliegend für die von der HVB „im Namen der Stadt Heiligenhafen (…)“ zu verantwortende Baustelle „Elefantenbrücke“ durch eklatante Fehlplanungen und fahrlässig unzureichende Informationsbeschaffung Mehrkosten, die nicht abgedeckt waren. Um die Rechnungen für die Bauleistungen zu bezahlen, brauchten die HVB zusätzliches Geld. Von „der Stadt“. Die ist globaler Bürge für das vorgeblich freie, privatrechtlich organisierte „Unternehmen“ HVB. So läßt sich zudem unbeschwert „Unternehmer“ spielen…

Und wie wurde das Problem buchhalterisch gelöst?

Durch einen entsprechenden „Rechnungsabgrenzungsposten“ in der Bilanz 2018 der Stadt Heiligenhafen, aus dessen Bezeichnung die Entstehung des Kostengrundes nicht mehr nachvollziehbar war.
Und ja, es waren zu Recht auch Stimmen zu hören die sagten, man hätte die alten Baupläne nicht aufgefunden und somit nicht gewusst, was da tatsächlich an Schwierigkeiten zusätzlich noch aufkommt. Entschuldigt das die tatsächlich dösige Konzeption, demnach die Baufirma die Baustelle durch einen Fangedamm gegen Höherwasserstände abzusichern habe? Ein Fangedamm zum Schutze der Baugrube vor dem „Absaufen“, der allerdings im Niveau unterhalb des Pegels angesetzt wurde bei dem dann das Fluttor im Warderdamm schließt. Das hätte selbst ein damit befasster Laie bemerken müssen! Also hier mindestens die Geschäftsführer der HVB. Oder der Aufsichtsrat, der ein wachsames Auge auf die grundlegende Projektsteuerung dieses Vorhabens durch die HVB hätte haben müssen. [Ich sehe da ein gravierendes Organversagen.]
Warum aber wurde nicht etwa durch einen Aufruf in der Heiligenhafener Post als „Amtsblatt“ der Stadt danach gefragt, ob es hier noch Menschen gibt, die über die erstmalige Ertüchtigung der „Elefantenbrücke“ im Zuge des Baues des Ferienzentrums hätten berichten können?
Tatsächlich gab es noch zwei Tiefbauwerker die damals dabei waren, und weitere Menschen die wußten, wie damals die Fundamente gegossen wurden. Die hätten sagen können, weshalb mit einer sehr erheblichen Betonmenge dort unten im Boden/im Wasser zu rechnen war, die letztlich zu den sehr großen Mehrkosten führte.

Das gleiche Geschehen wie mit den Testbuhnenfeldern…

Und wie mit dem Binnensee-Südufer…

Herr Wohnrade, den ich persönlich auch durch Hereingabe eines Textes versucht hatte zu erreichen, hielt es nicht für angebracht, auf schriftlich eingereichten Hinweis zu übersehenen baufachlichen Fragen auch nur eine einzige Rückfrage zu stellen. Nur Schweigen. Und hinten herum nachkarten.

Im Kern haben wir es mit einem kommunikativen Versagen zu tun, verankert besonders in der Selbstgefälligkeit eines HVB-Geschäftsführers, der sich jetzt um das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Der sich als „Teamplayer“ bezeichnet, das jedoch eindeutig nicht ist. Der stumpf und arrogant anvertraute Macht ausübt. Auch gegenüber eigenen Beschäftigten. [>Hyperlink auf falsche Versicherung an Eides statt<] Wenigstens gegenüber seinem „Sachbearbeiter Hafen“, Herrn G., der in seiner wohl subjektiv empfundenen Not mindestens mein Mitgefühl hat. Was juristisch dennoch nichts zur Sache tut. Wozu brauchte Herr Wohnrade diese, aus dem bereits in 2017 vor dem Amtsgericht in Oldenburg in Holstein gelaufenen Verfahren durch Dokumentenbeweis entlarvte wissentlich und vorsätzlich falsche „Versicherung an Eides statt“, begleitet noch von einer ebenso von falscher Sachverhaltsdarstellung getragenen polizeilichen Anzeige?
Um ein Schiff eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins aus dem Hafen zu treiben!
Die HVB hätte sich vielmehr im Rückkanal zur städtischen Politik darum bemühen sollen, jenes aufs Vortrefflichste für Gäste oder auch Kinder-/Schulsegeln geeignete echte Segelschiff eines in der Trägerschaft zu kleinen Vereines von der Weser hier zu halten, um den Hafen auch für die Seh-Touristen weiter mit Leben zu füllen. Stattdessen wurde außerhalb der öffentlichen Wahrnehmbarkeit und fern der politischen Gremien ein Museumshafen eingerichtet, in dem die Schiffe gemäß der Planung sich nicht ständig bewegen, sondern vielmehr permanent dort als Anschauungsobjekt liegen bleiben sollen. Geht‘s noch?
Mittlerweile ist auch die Oldtimer-Replik eines Marstal-Seglers, das TS „Olifant“, auf‘s Abstellgleis geraten, weil der GF der HVB Wohnrade im Grunde alle Aktiven dort gegeneinander ausgespielt hat um seine eigenen Zwecke zu befördern. Das ist alles andere als im kommunalen Interesse!

Auch dazu führe ich noch weiter aus…
…und will an dieser Stelle ganz bewußt hinzufügen, dass ich sehr wohl zwischen den beiden Geschäftsführern der HVB zu unterscheiden bereit und in der Lage bin: Während Herr Wohnrade in einem überaus bedenklichen Vorgang stumpf „mit dem Kopf durch die Wand“ wollte, zog der zweite Geschäftsführer der HVB Herr Gabriel andere Konsequenzen: Anläßlich eines zufälligen Zusammentreffens zum Ende der laufenden Aufspülarbeiten am Strand gegen Ende April 2019  –Herr Gabriel befand sich gerade kurz zuvor in einem Bildinterview des NDR vor laufender Kamera–  fanden wir durch meine Ansprache zu einem sehr sachlichen und in freundlichem Ton gehaltenen Gespräch. In dessen Verlauf entschuldigte Herr Gabriel sich mir gegenüber für einen Vorfall aus 2017, was ich persönlich so auch annahm. Und damit ist darunter ein Schlußstrich gezogen. Punkt.

Im weiteren Verlauf des durchaus längeren Gespräches kam Herr Gabriel in Sachen der Problematik rund um das Thema Strand zu der Einsicht, „Herr Boldt – wir müssen uns wirklich einmal zusammensetzen!“ So stand es zuvor auch schon in Zeitungsartikeln, doch wurde dieses Wort bislang nicht umgesetzt.
Warum nicht? Weil Herr Wohnrade und so auch eine harte Mehrheit der Stadtverordneten das offenkundig auf keinen Fall will. Eine dickköpfige, sture Haltung, die uns alle bereits sehr viel Geld gekostet hat. Hunderttausende…

Von daher: Bürgermeisterkandidat Wohnrade – keine Empfehlung!

p.s.: Dieser Text dient zur Vorbereitung der am 04.03.2020 stattfindenden weiteren Kandidatenvorstellung im Pavillon der HVB unter Moderation von Vertretern der in der Stadtvertretung bestehenden Fraktionen. Es soll ja alles einen geordneten Ablauf haben. Friede, Freude, Eierkuchen…
Dafür fand sich heute am Vorabend ein nicht weiter unterzeichneter Text mit „einigen Regeln“, wie man sich den Moderatoren zu unterwerfen hat, in meinem Briefkasten. Persönliche Angriffe sollen entschieden unterbunden werden, okay. Aber sind vorgetragene Fakten zu rechtlich höchst problematischen Vorgehensweisen nicht vielmehr eine überaus notwendige Befassung in der Sache? Kann der Kandidat Wohnrade im Falle eines Wahlerfolges überhaupt in das Amt vereidigt werden angesichts wahrlich brisanter, offener rechtlicher Fragen? Hätte nicht auch der Aufsichtsrat bereits in 2017 diesen Fragen nachgehen müssen? Hat der Aufsichtsrat Vorkehrungen getroffen, die solches Handeln gar nicht erst hätten möglich werden lassen? Gibt es Regeln zur „compliance“? Zertifizierung strukturierter Handlungsabläufe innerhalb der HVB?
Fragen über Fragen, die wohl allesamt weder gestellt noch bearbeitet werden sollen. Ich bin da ‚mal gespannt, was da so kommt. Stoff für den nächsten Beitrag in meinen Webseiten…

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