Heiligenhafener Post – Artikel über Kandidat Boldt zur BgM-Wahl am 08.03.2020

Am 03.02.2020 veröffentlichte unsere Lokalzeitung Heiligenhafener Post in einer Serie über die drei Kandidaten zur Wahl des nächsten Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen am Sonntag, den 08.März 2020, einen Artikel über mich, den Bewerber Niclas Boldt, und druckte dazu die Antworten auf zuvor übermittelte 10 Fragen, die jeweils mit maximal 60 Worten gegeben werden durften, ab.

Der Artikel ist zudem von der Zeitung dankenswerterweise auch in deren Webseiten unter www.fehmarn24.de zur allseitigen Kenntnis abgebildet.
Sie finden dort auch gleich strukturierte Artikel sowohl über meinen Mitbewerber und derzeitigen Amtsleiter der hiesigen Bau- und Ordnungsverwaltung Herrn Brandt, wie auch über den Gegenkandidaten Herrn Wohnrade, der ebenso Teil der Verwaltungsstruktur der Stadt Heiligenhafen ist, sich als freigestellter Beamter des Rathauses in der Position eines Geschäftsführers des städtischen Eigenbetriebes HVB allerdings als (freier?) Unternehmer begreift.
Wenn Sie zumindest die 10 Fragen und gänzlich selbst erstellten Antworten ausdrucken und nachlesen wollen, finden Sie unter diesem Hyperlink ein PDF im Umfang zweier Din-A4 Seiten.

Vielen Dank für Ihr Interesse!
Bitte beachten Sie auch weitere Veröffentlichungen der Heiligenhafener Post.


H‘hafen, den 21. Januar 2020
Der Heiligenhafener Post

10 Antworten des Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen, Niclas Boldt

1. Wie bewerten Sie Heiligenhafens Entwicklung der vergangenen zehn Jahre?

Ein Abbild der globalen Durchdringung aller Lebensbereiche durch Geld und Gier nach Wachstum. Ich bedauere den Verlust freier Naturräume, und bin zugleich halbwegs froh mit der Umsetzung dieses „Update“ im Tourismus. Es hätte leicht schlimmer werden können. Kritisch sehe ich, dass zu viele Einwohner eher größere Belastungen und Unruhe spüren und selbst kaum profitieren, zumal anderes liegen geblieben ist.

2. Die Zahl der Urlauber ist deutlich angestiegen, Heiligenhafens Infrastruktur werden mitunter die Grenzen aufgezeigt. Wie viel Tourismus verträgt die Stadt noch?

Die Gäste kommen hierher, weil sie in den Ballungsräumen vom goldenen Kalb „Auto“ längst die Nase voll haben. Sie suchen gute Luft, den Sonnenuntergang, innere Einkehr durch den freien Blick auf‘s Meer. Auch gutes Essen, vielleicht „Events“. Wenn Konkurrenz unter unseren Gästen allen das Gesuchte nimmt, werden sie nicht wiederkommen. Kein Parkplatz? Das war‘s dann.

3. Auf dem Steinwarder könnte, in Verbindung mit einem Schwimmbad, ein weiteres Hotel gebaut werden. Ein sinnvolles Vorhaben?

Niemand wird sich gegen ein Schwimmbad stellen. Über den Standort wurde bereits gestritten. Frisch- oder Meerwasser? Bislang ungeklärt. Kommt nur ein weiteres Hotel? Ich befürchte anderes: Siehe TOP 3 „Bürgerfragen“ der Niederschrift zur Sitzung der Stadtvertretung vom 01.08.2019. Dazu eine Parkpalette? Auf dem Warder? Ein Hotel lädt sich zusätzliche Kosten über das Bad auf? Alles nicht stimmig.

4. Stichwort Innenstadt: Welche Maßnahmen streben Sie an?

Was „ich“ anstrebe? Umsetzung der Beschlüsse, doch immer unter transparenter Bürgerbeteiligung. Da haben vor mir sehr viele andere Menschen gehört zu werden. Der Leiter der Verwaltung selbst hat sich dafür einzusetzen, überörtliche Gelder der Städtebauförderung einzuwerben. Persönlich wünsche ich allerdings, dass ein belebtes Zentrum Mittelpunkt einer Bevölkerung ist, die weiterhin gerne hier leben möchte.

5. Heiligenhafens Schuldenberg ist hoch. Wie wollen Sie die Finanzen langfristig in den Griff bekommen, obwohl Investitionen in Millionenhöhe für Straßen und die Regenwasserkanalsanierung getätigt werden müssen?

Zu allererst müssen wir von strukturellen Defiziten herunter! Was das bedeutet, erläutere ich in meinen Webseiten. Das wahre Ausmaß der Gesamtverschuldung der Kommune wird erst in der konsolidierten Gesamtbilanz zum Jahresbeginn 2022 sichtbar. Geld für Glanz und Traumprojekte gibt‘s nicht. Und nutzlos Gelder im Strandsand zu versenken sollten wir auch endlich bleiben lassen. Was wird mit dem Aktiv-Hus?

6. Welchen Stellenwert messen Sie den Themen Verkehrsführung und Fahrradfreundlichkeit bei?

Ob wir das hören mögen oder nicht – der Umstieg auf Elektromobilität ist ohne grundsätzliche Systemänderungen nicht zu machen. Das Auto hat den Zenit überschritten. Hier gehört es auf Parkplätze am Stadtrand. Das (Lasten-) Fahrrad wird im örtlichen Verkehr an Bedeutung gewinnen, auch Dank des e-Bike. Und mitdenken: Mit richtigem Reifendruck macht ein kleiner Umweg Steigungen erträglich.

7. Wie wird sich der Kommunalhafen in den nächsten zehn Jahren verändern? Werden alte Silos und Speicher weichen müssen?

Die Töne der HVB zum Thema „Hafenkante“ decken sich nicht mit im Verborgenen vorangetriebenen Plänen. Googlen sie nach „Marina Aiya Napa“ auf Zypern, denken sie an den bereits vorgestellten Aussichtsturm. Ich befürchte eine „weiße-Motoryachten-vor-leeren-Luxusappartements“- Küste bis Ortmühle, nicht ohne Grund. Wir haben unseren Kommunalhafen für zukünftige Anforderungen und neue Notwendigkeiten arbeitstauglich zu halten.

8. Heiko Müller ging keiner Konfrontation aus dem Weg, war gleichzeitig aber auch sehr bürgernah. Was für ein Bürgermeister-Typ wären Sie?

Nachzulesen ist darüber in etlichen Texten seit der Bürgermeisterwahl 1998: Ich stehe als politischer, aber nicht parteilicher Mensch für Offenheit, Beteiligung, und rechtskonformes Handeln im Sinne der Gemeindeordnung. Ganz sicher werde ich mich bei Anwürfen nicht wegducken, sondern die hauptamtliche Verwaltung stützen, deren Laufbahnbeamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes für die konkrete Verwaltungsarbeit ausgebildet und zuständig sind.

9. Welche Wünsche haben Bürger im Wahlkampf bislang an Sie herangetragen?

Ganz klar einen Wunsch: „Herr Boldt, sie müssen die Übernahme der Stadt Heiligenhafen durch die HVB verhindern!“

10. Wie sieht Ihr weiteres Vorgehen bis zum Wahlsonntag am 8. März aus?

Ich werde mich weiterhin jedem aufkommenden Gespräch stellen wie es sich zumeist spontan ergibt. Und in der Kandidatenvorstellung wie bereits 2016 im Kursaal am 19.02.2020 eine inhaltsreiche Rede halten – mit gewiss anderen Schwerpunkten. Und noch reichlich Inhalt über meine Webseite nachlegen. Dann schaue ich mir an, wie die Wählerinnen und Wähler sich ihre weitere Zukunft hier gestalten.

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