Grünenstammtisch 26.02.2020 – eMails – Kandidatenvorführung

Am 20.01.20 um 13:31 schrieb 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer:

Lieber Niklas Boldt, lieber Kuno Brandt!

Wir planen für unseren Grünenstammtisch am 26.02.2020, 20.00 Uhr, alle Bürgermeisterkandidaten einzuladen, um von Ihnen Ihre Vorstellungen zu insbesondere  „grünen“ Themen zu hören.
Wir planen dazu, feste Fragen zu stellen, die wir rechtzeitig vorher formulieren und übersenden.
Dazu bekommen die Kandidaten eine feste Redezeit, damit eventuelle Ausführungen nicht ausufern.
Natürlich gehört auch vorab eine Vorstellung der Kandidaten dazu.
Soweit noch möglich, werden wir am Ende auch noch Publikumsfragen zulassen.
Die Veranstaltung findet im Backbord statt. Uns steht dazu der Saal der Seglervereinigung zur Verfügung.
Wir würden uns über eine Zusage freuen.
Manfred Wohnrade hat sein Kommen bereits zugesagt.
Für ein persönliches Gespräch stehe ich auch unter [Tel.-Nr. hier gelöscht] erreichen.
Viele Grüße
Jörn Brauer
Sprecher des Vorstands im OV Heiligenhafen Bündnis 90/DIE GRÜNEN

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7 Replies to “Grünenstammtisch 26.02.2020 – eMails – Kandidatenvorführung”

  1. Betreff: Re: Einladung zum Grünenstammtisch am 26.02.2020, 20.00 Uhr im Backbord, Am Yachthafen 1, Heiligenhafen
    Datum: Mon, 20 Jan 2020 15:05:56 +0100
    Von: Niclas Boldt
    An: 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer ätt gruene-heiligenhafen.de

    Lieber Jörn,

    diese Einladung nehme ich gerne an. Vielen Dank dafür!

    Beste, nachhaltige Grüße,

    Niclas

    [Mobil-Nr. für die Wahlzeit: +49 178 374 9290]

  2. Am 20.02.20 um 17:56 schrieb 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer:

    Liebe Bürgermeisterkandidaten!

    Vielen Dank für die Zusage, am 26.02.2020 um 20.00 Uhr im Backbord insbesondere zu Themen von Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz Stellung zu nehmen.

    Wir haben daher einige Fragen vorbereitet, die ich Ihnen in der Anlage als PDF-Datei übersende.
    Die Fragen werde ich moderieren und mir auch zur Auflockerung erlauben, die eine oder andere spontane Frage zu stellen.

    Es ist vorgesehen, dass jeder Kandidat drei Minuten Zeit hat, zu der Frage Stellung zu nehmen.
    Ich werde mir erlauben, bei Zeitüberschreitungen akustisch deutlich darauf hinzuweisen, damit alle die gleichen Chancen haben.

    Wir freuen uns, Sie über den Rand des Bierglases hinweg, persönlich kennenzulernen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörn Brauer
    Sprecher des Vorstands Bündnis 90/DIE GRÜNEN Heiligenhafen

  3. Am 23.02.2020 um 00:59 schrieb Niclas Boldt:

    Lieber Jörn,

    ich habe Deine eMail im Namen des Vorstandes der hiesigen „Bündnis 90 / DIE GRÜNEN“ nochmals überdacht.

    Erwartet ihr, von den Bürgermeisterkandidaten Ziele eurer lokalen Politik ausgestaltet zu bekommen? Es ist doch eher so, dass ihr mit euren Mitgliedern eigene Ziele im Rahmen der grünen Programmatik diskutiert, diese in die Stadtvertretung einbringt, dort versucht durch Argumentation und Überzeugungsarbeit Mehrheiten zu finden, um darüber dann mit Hilfe und Unterstützung der vom Bürgermeister verantworteten Verwaltung die Umsetzung herbeizuführen.

    Die Parteien werben mit ihren Programmen und Versprechungen in den Kommunalwahlen. Der Bürgermeister hat genau dieses eben nicht selbst zu tun. Eure Fragen zielen auf Vorfestlegungen, die mit der Souveränität der Stadtverordnetenversammlung nicht vereinbar sind.

    Die Gemeindeordnung gibt nicht im Ansatz vor, dass der Bürgermeister vorauseilend die Entscheidung der Stadtvertretung etwa unter besonderer Berücksichtigung eures grünen Willens erahnen muss.
    Es geht nicht im geringsten um Ziele und Projekte des Bürgermeisters, der selbst keine politische Agenda zu haben hat.

    Die Stadtvertretung ist der entscheidende lokale exekutive Arm unter landespolitischen Vorgaben, deren Beachtung der Bürgermeister zu überwachen hat — unter sehr zurückgenommener Zuarbeit insbesondere auch unter begleitender Beratung über Möglichkeiten der Ausformulierung von Anträgen und Beschlussvorlagen, der Finanzierung im Sinne der Mittelbeschaffung, und darunter der Umsetzungssteuerung durch die mehreren Fachbereiche.

    So, wie es mir von Deiner Seite übermittelt wurde, sehen die 14 gestellten Fragen das Bürgermeisteramt in einer Rolle, die wenig mit der GO und so mit der Bürgermeisterwahl zu tun haben.

    Bis nun sehe ich das als Einladung zweier Sachbearbeiter der Stadt Heiligenhafen, von denen ihr verwaltungsbezogene Auskünfte aus deren bestehenden Aufgaben und laufenden Amtsvorgängen zur eigenen Orientierung einholen wollt.

    Ich dagegen bin Kandidat um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen. Wenn ihr konkret eure politischen Ziele und Wünsche formuliert, will ich gerne dazu Auskunft geben, was aus dem Bürgermeisteramt dazu an Unterstützung im Sinne des Verstehens hinzu gegeben werden könnte. Da erst nimmt (m)eine persönliche Weltsicht –die ihr ja kennenlernen wollt– zu den vielfältigen Themen eine euch interessierende Rolle ein, auch wenn das Amt selbst eine politisch neutrale Grundhaltung frei von meiner rein subjektiven Sicht erfordert.

    Wenn ihr eine eigene lokalpolitische Agenda noch nicht konkretisieren könnt –was beispielhaft an eurer Ausklammerung einer Erörterung des so überaus bedeutsamen Themas „Strand“ sichtbar wird–, wäre vielleicht eine Anfrage um Hilfestellung bei Annalena Baerbock und Robert Habeck eher angebracht.

    Vielleicht überdenkt ihr nochmals die Formulierung der gestellten Fragen, oder auch den Sinn, Zweck und die Gestaltung der von euch angesetzten, vielleicht bierseligen Veranstaltung?
    Darüber können wir uns gern weiter austauschen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Niclas Boldt

  4. Von: 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer
    Datum: 23.02.2020 15:38
    Betreff: Re: Grünenstammtisch am 26.02.2020 // Reply Niclas Boldt
    An: Niclas Boldt
    Cc:

    Lieber Niklas!

    Vielen Dank für Deine Mail!

    Bekanntlich ist unter anderem Aufgabe politischer Parteien grundgesetzlich gemäß Art. 21 die politische Willensbildung des Volkes. Informationen von Parteien sollen Bürgern bei einer Entscheidungsfindung bei Wahlen helfen.
    Insofern ist Deine Belehrung über die Rolle einer politischen Partei in der Gemeindevertretung obsolet. Dies ist uns schließlich bekannt.

    Der Stammtisch am 26.02.2020 dient vielmehr einerseits der Darstellung grüner Vorstellungen gegenüber interessierten Bürgern, anderseits aber auch, dass die Bürgermeisterkandidaten sich in diesem Rahmen präsentieren können.
    Dies ist auch jedem Teilnehmer wohl bewußt, wenn er zu einem grünen Stammtisch kommt.

    Eine gedeihliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bürgermeister und Stadtvertretung ist Grundlage für die Durchsetzung von Beschlüssen und Projekten.
    Eine Belehrung darüber, welche Aufgaben und Befugnisse der Bürgermeister hat, ist daher nicht notwendig, es geht hier vielmehr um die Einstellung der Kandidaten zu Projekten, die die Stadtvertretung beschlossen hat, bzw. noch beschließen kann. Dass die Verwaltung bzw. bisherige Bürgermeister nicht immer den nötigen Elan bei der Durchsetzung von Beschlüssen zeigten, ist ja bekannt.
    Darüber hinaus kann die Verwaltung und der Bürgermeister in ihrem Verwaltungshandeln sehr wohl nachhaltig sein, wenn dies Wille des Verwaltungschefs ist. Hierzu ist keinerlei Beschluss der Stadtvertretung notwendig.

    Welche grünen Themen auf unserer lokalpolitischen Agenda stehen, ist sowohl konkret als auch bekannt. Die Vorsitzenden der derzeit zweitgrößten Partei in den Umfragen werden mit Sicherheit nicht Hilfestellung der hiesigen Ortsgruppe leisten. Dies können wir sehr gut allein und formulieren dies auch auf Grundlage basisdemokratischer Entscheidungen, wie auch die übersandten Fragen auf einer Mitgliederversammlung abgestimmt wurden.
    Hierzu wurde bei der Abstimmung auch deutlich, dass bestimmte Themen nicht behandelt werden.
    Auch wenn es Dir nicht passt, bleiben die Fragen so bestehen.

    Es war bereits zu ahnen und manifestierte sich dann auf der letzten Veranstaltung, dass die Kandidatenvorstellung eskalieren kann. Daher haben wir diese starre Form der festen Fragen gewählt, um genau dies zu vermeiden.
    Ich werde während des Abends auch ähnliches wie auf der letzten Veranstaltung nicht dulden!

    Es steht jedem Kandidaten frei, ob er zu unseren Bedingungen an diesem Abend teilnehmen möchte oder nicht.

    Solltest Du dies nicht wollen, bitte ich höflicherweise um rechtzeitige Absage.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörn Brauer

  5. Am 25.02.2020 um 15:37 schrieb Niclas Boldt:

    An Herrn Jörn Brauer
    als Sprecher des Vorstands Bündnis 90/DIE GRÜNEN Heiligenhafen

    Lieber Jörn,

    erstaunt über Deine Antwort – bin ich eigentlich nicht.
    Befremdlich und zugleich erhellend ist, dass Du meine sachliche Reflektion in Bezug auf eure Veranstaltung am kommenden Mittwoch als „Belehrung“ einordnest. Die Bereitschaft, den Blickwinkel zu verändern und das einmal selbst aus Kandidatensicht zu bedenken, hast Du vollends vermissen lassen.
    Sei Du ‘mal selbst Kandidat, der gegen harte Mißstände spricht! Und lasse das von Frau Witt aus der Luft gegriffen und gern auch falsch und verbogen kommentieren. Auch Du lässt solches einfach stehen, und nimmst daran selbst teil. Was hattest Du vor Deiner Pensionierung noch beruflich getan? Schon alles vergessen?

    Wie steht es da mit eurer Grundhaltung zur Stützung des so notwendigen Engagements von Bürgern in der lokalen Politik, die ihr zuletzt selbst im Pavillon als Teil der guten Rede des Herrn Ministerpräsidenten Günther anläßlich der CDU-“Danke-Preis“- Veranstaltung beklatscht habt?

    Soweit Du auf Art. 21 GG abhebst ist es richtig, dass „die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken“. Worin liegt dann aber euer Beitrag, wenn eindeutig die Grundthematik der Amtsstellung des Bürgermeisters im Rahmen der GO des Bundeslandes SH in dem von Dir starr und vehement verteidigten Veranstaltungskonzept nicht abgebildet ist?
    Wenn ich mich recht erinnere, entstammst Du einem anderen Bundesland. Fallen Dir da nicht durchaus signifikante Unterschiede auf, die Du jetzt in einem „jetzt erst recht und weiter so“ negierst?

    Ich sehe als um die globale Bedrohung unser aller Lebensgrundlagen wissender, nachhaltig denkender, und zugleich auf Abstand bleibender kritischer Stammwähler seit der Zeit ab Kohls erster Aufnahme der Kanzlerschaft keineswegs eine klare lokalpolitische Agenda, wie Du es schreibst. Da fallen euer Anspruch und Realität schon deutlich auseinander.

    Wo ist eurerseits im Wissen um das vergiftete Klima zwischen den verschiedenen Organen der Gemeindeverwaltung, befeuert von einem nicht rechtskonform handelnden Eigenbetrieb –der sich längst unstatthaft als freies Unternehmen begreift–, die klare Positionierung gegen schrankenlose Verunglimpfung und Hassrede insbesondere in den Abgründen diverser Gruppen bei Facebook, wo selbst Du zusammen mit Herrn Lengwenings Moderator eines sehr wohl fragwürdigen Umgangs bist? Bietet ihr den Undemokraten die Plattform, sich destruktiv auszuleben?

    Nur ein Beispiel: Du lässt zu, dass mich Dein Co-Admin pauschal als ungeeignet für eine Begleitung der Schulen in Richtung verbesserter Internetkompetenz herabwürdigt, nur weil ich aus den gleichen guten Gründen wie Robert Habeck und einigen anderen namhaften Persönlichkeiten selbst nicht mit einem Facebook-Account unterwegs bin? Facebook ist euer Maßstab für IT-Kompetenz?
    Ist das die von Dir behauptete klare lokalpolitische Agenda?

    Wie steht es um das basisdemokratische, unvoreingenommene konstruktive Ringen um beste Lösungen, wenn ihr im Ortsverband keinerlei Ansatz findet, in Sachen der Strände als Basis aller darauf aufsetzender touristischen Maßnahmen verfügbare Fakten zusammenzutragen, diese kritisch anzuhören und immer auch zu hinterfragen?
    Ihr – die wenigen, die ich bisher als OV von B90/Grüne hier sehen kann, macht „bockig dicht“, folgt einem narzisstischen Rumpelstilzchen, das sich als alleiniger Hüter einer absoluten und entgültig unwiderlegbaren Wissenschaft begreift. Als ob es die gäbe…
    Das ist lächerlich, und alles andere als gereifte grüne Politik.

    Sollte der aufgeklärte, mündige Wähler mich in das Amt des Bürgermeisters entsenden, wirst Du mich von einer sehr klaren Plattform aus agieren sehen wenn es darum geht, die Verwaltung zur Ausarbeitung und Umsetzung von Beschlussvorlagen zu motivieren. Ja, in offener Abstimmung mit dem Kopf der Stadtvertretung, wie es die GO vorsieht.
    Vorlagen, die nicht von persönlicher Geltung und Rechthaberei, sondern von der Verantwortung gegenüber den Menschen auch in der zeitlich größeren Sicht getragen sein werden. Und weil es politisch immer unterschiedliche Gewichtungen zu vielerlei Aufgaben und Vorstellungen gibt, sind nach Möglichkeit parallele oder alternative Möglichkeiten abzubilden. Dazu gehört ein weiter, politisch gereifter Blick, um der ehrenamtlich getragenen Stadtvertretung den Raum zu verschaffen, wirklich um eine jeweils „beste Lösung für die Stadt“ konstruktiv politisch zu streiten. Gerade daraus entsteht ein Wettbewerb der Ideen. Ein Wettstreit, der unsere Gemeindevertretung sogar inspirieren kann, über die Vorarbeit aus der Verwaltung hinaus selbst noch bessere Lösungen zu finden und als Auftrag an die umsetzende Verwaltung zurück zu spielen. Dann wird auch der nur beobachtende Wähler eher wieder bereit sein, sich selbst in die lokalen Parteien und Gruppen einzubringen.
    Das ist mein Verständnis von bürgernaher, konstruktiver Haltung, die das Amt des Bürgermeisters ausmacht.

    Dein Veranstaltungskonzept ließe mich diese Haltung nicht darstellen, oder? Sei ehrlich!

    Soweit Du auf die Kandidatenvorstellung im Kursaal abhebst, urteilst Du subjektiv, okay, aber ohne Hintergrundwissen, und fern grüner Grundhaltungen. Harmoniesucht? Habt ihr Wackersdorf, die Wiesen von Brockdorf, Startbahn West, …, alles vergessen? Kein Hinterfragen eurerseits? Dabei dürfte aufgefallen sein, dass hier etwas sehr grundsätzlich querliegt und nicht als rosa getünchte Gameshow bruchlos über die Runden kommen durfte. Du meinst mir vorwerfen zu können, dass ich in einer sehr abstrus sich anfühlenden Show nicht die bühnenerfahrene Rampensau abgegeben habe, doch muss ein Bürgermeister das nicht. Oder bestimmt ein Konzept eines Moderators, ob wir überhaupt an die Wurzeln dessen gehen, was das zerrüttete Verhältnis der Politik gegenüber dem verstorbenen letzten Amtsinhaber Heiko Müller selig betrifft? Erkenntnis und Einsicht ist nicht gewünscht?

    So wie Du zum Schluss Deiner Antwort schreibst, es „steht jedem Kandidaten frei, ob er zu unseren Bedingungen an diesem Abend teilnehmen möchte oder nicht“, zeigt sich nicht das basisdemokratische Grundverständnis der Grünen, nein, sondern die gleiche autokratische Ignoranz, die im großen unsere Welt in den Abgrund steuert, und mit der im kleinen der GF der HVB Wohnrade in das Amt des Bürgermeisters strebt.

    Stellt jenem Kandidaten W. die Frage, ob er vor seinem eigenen Wissen um rechtlich überaus brisante Vorgehensweisen in 2017 überhaupt in das Amt vereidigt werden kann, für das er sich tatsächlich erdreistet zu kandidieren. Und das vor der Tatsache, bereits verbeamtet zu sein!

    Das wäre eine Frage, die grüner Politik zur Ehre gereichen würde!

    Wirst Du weiter als Teil der hiesigen, dysfunktionalen GroKo sprechen?

    Bleibst Du bei Deiner Position?

    Mit sehr nachdenklichen Grüßen,

    Niclas Boldt

    [Kandidat um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen]

    Verteiler in Cc:

  6. Heiligenhafener Post — Redaktion
  7. Lübecker Nachrichten, Lokalredaktion Ostholstein
  8. Bundesgeschäftsstelle von B90/DIE GRÜNEN
  9. Am 25.02.20 um 21:25 schrieb 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer:

    Lieber Niklas!

    Die Veranstaltung wurde basisdemokratisch beschlossen, die Fragen wurden von allen Mitgliedern gesammelt und in der Mitgliederversammlung abgestimmt.
    Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht willkürlich gegen die Entscheidung der Versammlung handeln kann und will.

    Am 04.03.2020 besteht sicherlich noch die Möglichkeit, schwerpunktmäßig die Dir wichtigen Themen darzustellen, insbesondere wenn Deine Anhänger entsprechende Fragen einreichen.

    Ich habe keine Zeit, Deine Anmerkungen zu den sozialen Medien zu kommentieren, die teilweise nicht den Tatsachen entsprechen, bin aber gerne bereit, bilateral in den nächsten Wochen dies mit Dir zu diskutieren.

    Im übrigen bitte ich, die weitere Diskussion nicht coram publico, sondern lediglich, wie angeboten, mündlich miteinander weiterzuführen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörn Brauer

  10. Betreff: Re: Grünenstammtisch am 26.02.2020 // … /// Final – Boldt kann wg Veranst.-Rahmen nicht kommen
    Datum: Wed, 26 Feb 2020 12:53:45 +0100
    Von: Niclas Boldt
    An: 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻Jörn Brauer ätt gruene-heiligenhafen.de

    26. Februar 2020

    Lieber Jörn,

    nachdem ich nun u.a. auch die Rede vom persönlich sehr geschätzten Herrn Robert Habeck zum politischen Aschermittwoch gehört habe, antworte ich schließend auf Deine gestrige Reaktion und in Bezug auf die heute Abend „wie beschlossen“ stattfindende Veranstaltung des OV von 🌻B90/DIE GRÜNEN🌻, obwohl ich den hiesigen dürren Ortsverband nicht weiter als legitime Repräsentanz einordnen mag.

    Du schreibst: „Die Veranstaltung wurde basisdemokratisch beschlossen…“
    Weder sehe ich hier die grüne Basis nennenswert vertreten, noch kann es demokratisch sein, wenn etwas beschlossen wird ohne noch auf dem Fundament eines konstruktiven Demokratieverständnisses zu stehen.

    Es ist zu durchsichtig.
    Nehme ich hier nur einmal die Frage 8 aus dem übermittelten Katalog heraus: „Welche Maßnahmen werden sie treffen, um den Hochwasserschutz in Ortmühle voranzubringen?“
    Mit dieser Frage hat Frau Eva Witt –eine bekannt fürchterliches Gift auf Facebook verspritzende Eiferin– bereits nachhaltig (!) den darüber durchaus „angefassten“, amtierend verstorbenen Bürgermeister Heiko Müller selig, belagert und angezählt. Möge Frau Witt persönlich zum hinreichend bekannten Sachstand berichten!

    Frau Witt ist in ein Haus in Ortmühle gezogen, dass einst für jedermann bekannt immer wieder bei hohen Wasserständen die Ostsee im Garten und in den umliegenden Wiesen stehen hat. Da hätte sie sich bei Kauf informieren sollen, denn die früheren und ersten Siedlungsbewohner haben damit durchaus gelebt. Sie ist also klar von einem persönlichen Motiv getrieben, wobei ich grundsätzlich die Legitimität anerkenne, dass betroffene Bewohner im Zuge der Veränderung der Sicht auf die Welt, hier also mit stark abnehmender Elastizität gegenüber den Unwägbarkeiten der Natur, sich nun verstärkt unter den Schutz der Gesellschaft flüchten wollen.
    Frau Witt ist nicht Mitglied der B90/DIE GRÜNEN, hatte sich noch im Oktober als „aus der CDU stammend“ geoutet, und dass sie niemals linke Positionen einnehmen würde.

    Eine solche Herangehensweise bezeichnest Du ernsthaft als „basisdemokratisch“, verteidigst das, und ziehst Dich dahinter zurück?
    Du bemühst zudem nun mich, Nachsicht zu zeigen, indem Du mich „um Verständnis“ bittest, obgleich ich hier allein, frei und ohne Maske als Einzelbewerber im Feuer stehe?

    Nein, Verständnis für Indifferenz und Feigheit bringe ich nicht mehr auf.

    Dein schräges Demokratieverständnis zeigt sich krass auch darin, diesen Disput auf die Veranstaltung der Fraktionen am 04.03.2020 im Pavillon abzuleiten. Dort könne ich ja „meine Anhänger entsprechende Fragen einreichen lassen“.
    Solches Vorgehen weise ich entschieden zurück, weil ich niemanden für meine Zwecke instrumentalisiere. Ich halte so eine Strategie für falsch, demokratieschädlich –weil es den Wähler „hinter die Fichte führt“– und illegitim.
    Dass wir solche Strategien bereits bei der Wohnrade-Show im Auftakt der Erstvorstellung des Hotel-Schwimmbad-Parkpaletten- Projektes im Pavillon, und wieder bei der Kandidatenvorstellung im Kursaal erleben konnten, vervollständigt nur meinen Eindruck, Du stehst zu nahe am HVB-Konstrukt und dessen Übernahmeversuch der ganzen Stadt Heiligenhafen durch den Gegenkandidaten Wohnrade.

    Und weil genau das in die offene Wahrnehmungsmöglichkeit des Wählers gehört, werde ich gerade deshalb diesen ganzen gehaltenen Austausch in meine Webseiten online stellen.
    Weil das klar im öffentlichen politischen Interesse ist!

    Dass Du keine Zeit hättest, meine Anmerkungen zu den unsozialen Medien jetzt aufzuklären, wundert mich auch nicht weiter. Vor dem Hintergrund, dass ich tatsächlich von sehr vielen guten Menschen, die dort zumindest mitlesen –und die ich vielfach nicht einmal kenne!– schon aus der Wahlzeit 2016 heraus immer wieder in Kenntnis gesetzt wurde, wer da in den verschiedenen Gruppen welche Gülle verteilt hat, sehe vielmehr ich keinen Sinn darin, mit Dir über solchen Mist noch bilateral zu diskutieren.

    Es genügt mir zu erfahren, dass es doch immer erstaunlich viele Menschen gibt, die im Stillen sich zur Wehr setzen und für das Richtige eintreten. Ich habe deutlich den Eindruck, dass ihr diese Menschen gar nicht mehr seht und wahrnehmt. Und damit liegt mit ein Teil der Verantwortung an Politikverdrossenheit und Abstinenz von Wahlen und Mitarbeit in politischen Gremien unzweifelhaft auch bei euch.

    Und das soll lokale Politik im Sinne der Bundespartei sein?
    Nein, das ist kontraproduktiv — in jeder Hinsicht.

    Fazit:
    Im Widerspruch zu eurem fragwürdigen Selbstverständnis macht ihr es mir unmöglich, der Einladung zu eurer ja immer auch eigenwerblichen Veranstaltung heute abend zu folgen.

    Die so an mir gesparte Redezeit kannst Du als Veranstaltungstribun nun dafür einsetzen, von Eggers erklären zu lassen, was es mit den Aussagen zur „Berechnung der signifikanten Wellenhöhe im Hafen“ bei der immerhin korrekt gesehenen Gefahr des Durchbruches der Düne zwischen Seebrücke und Testbuhnenfeld Ost auf sich hat.
    Das bezieht sich auf den hanebüchenen Text vom Ing.-Büro Mohn –> „Vorplanung_web.pdf“.
    Wenn dieser Fall eintritt –und das wird passieren– bekommt die Eva-Witt-Frage zum Hochwasserschutz von Ortmühle eine ganz neue Qualität. Aber fundiertes Wissen und neue Erkenntnis interessiert euch bekanntlich und aus Vorsatz heraus nicht.

    Die Wähler werden sich gewiss ihren eigenen Teil dazu denken.

    Mit klarem Gruß,

    Niclas Boldt

    [Kandidat um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Heiligenhafen]

    Verteiler in Cc:

  11. Heiligenhafener Post — Redaktion
  12. Lübecker Nachrichten, Lokalredaktion Ostholstein
  13. Bundesgeschäftsstelle von B90/DIE GRÜNEN

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